Eine frühe Studie zeigt, dass Avelumab und Bestrahlung bei der Behandlung von leptomeningealen Erkrankungen vielversprechend sind

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Forscher am Moffitt Cancer Center haben über ermutigende Ergebnisse einer klinischen Phase-1B-Studie berichtet, die zeigen, dass das Immuntherapeutikum Avelumab in Kombination mit einer Ganzhirn-Strahlentherapie eine sichere und wirksame Behandlungsoption für Patienten mit leptomeningealer Erkrankung, einer der aggressivsten und am schwierigsten zu behandelnden Komplikationen fortgeschrittener Krebserkrankungen, darstellen kann. Die Ergebnisse wurden veröffentlicht in Neuroonkologie. Eine leptomeningeale …

Eine frühe Studie zeigt, dass Avelumab und Bestrahlung bei der Behandlung von leptomeningealen Erkrankungen vielversprechend sind

Forscher am Moffitt Cancer Center haben über ermutigende Ergebnisse einer klinischen Phase-1B-Studie berichtet, die zeigen, dass das Immuntherapeutikum Avelumab in Kombination mit einer Ganzhirn-Strahlentherapie eine sichere und wirksame Behandlungsoption für Patienten mit leptomeningealer Erkrankung, einer der aggressivsten und am schwierigsten zu behandelnden Komplikationen fortgeschrittener Krebserkrankungen, darstellen kann. Die Ergebnisse wurden veröffentlicht in Neuroonkologie.

Eine leptomeningeale Erkrankung entsteht, wenn sich Krebszellen auf die Membranen rund um das Gehirn und das Rückenmark ausbreiten. Die Patienten überleben typischerweise nur wenige Wochen bis Monate nach der Diagnose. In diesem Umfeld wurden nur wenige prospektive klinische Studien durchgeführt und die Behandlungsmöglichkeiten sind nach wie vor begrenzt.

An der Studie nahmen 15 Patienten mit leptomeningealen Erkrankungen aufgrund von Brust-, Lungen-, Eierstock-, Bauchspeicheldrüsen- und anderen soliden Tumoren teil. Die Patienten erhielten Avelumab vor, während und nach der Ganzhirn-Strahlentherapie.

Zu den wichtigsten Erkenntnissen gehören:

  • Überlebensvorteil: 67 % der Patienten lebten drei Monate nach der Behandlung, einige überlebten mehr als ein Jahr.

  • Sicherheit: Nebenwirkungen waren beherrschbar. Es kam zu keinen behandlungsbedingten Todesfällen.

  • Immunaktivität: Die Analyse der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit zeigte, dass die Behandlung eine adaptive Immunantwort stimulierte, die Menge an regulatorischen T-Zellen reduzierte und die Immun-Checkpoint-Aktivität in CD8+-T-Zellen und Makrophagen veränderte.

Patienten mit leptomeningealer Erkrankung haben in der Onkologie mit die schlechtesten Ergebnisse zu verzeichnen. Unsere Studie zeigt, dass die Kombination von Immuntherapie und Bestrahlung sicher ist und Anzeichen für einen klinischen Nutzen aufweist. Diese Ergebnisse schaffen die Grundlage für größere Studien, die letztendlich die Behandlungslandschaft für diese Patientengruppe verändern könnten.“

Yolanda Piña, MD, Neuroonkologin bei Moffitt und Hauptautorin der Studie

Peter Forsyth, MD, Leiter der Abteilung für Neuroonkologie bei Moffitt und leitender Autor der Studie, betonte die Bedeutung der translationalen Ergebnisse.

„Durch die Analyse der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit vor und nach der Behandlung haben wir wertvolle Einblicke in die Reaktion des Immunsystems gewonnen“, sagte Forsyth. „Diese Arbeit weist auf neue Therapiestrategien hin, einschließlich der gezielten Bekämpfung von Immun-Checkpoints wie LAG3, um Resistenzen zu überwinden.“

Die Forscher weisen darauf hin, dass die Studie zwar klein war und in erster Linie der Bewertung der Sicherheit dienen sollte, die Überlebensergebnisse und Immunergebnisse jedoch dafür sprechen, mit einer Phase-2-Studie fortzufahren.

Diese Studie wurde von Pfizer unterstützt und zuvor im Rahmen einer Allianz zwischen dem Gesundheitsgeschäft von Merck KGaA und Pfizer durchgeführt. Es wurde auch vom National Cancer Institute (R21CA256289, P30-CA076292) und dem Bankhead-Coley-Programm des Florida Department of Health (24B04) unterstützt.


Quellen:

Journal reference:

Piña, Y., et al. (2025). Phase IB Study of Avelumab and Whole Brain Radiotherapy (WBRT) in Patients with Leptomeningeal Disease (LMD) from Solid Tumors: Results and Molecular Analyses. Neuro-Oncology. doi.org/10.1093/neuonc/noaf183