Schilddrüse

Die Schilddrüse (lateinisch: Glandula thyreoidea oder Glandula thyroidea) ist eine Hormondrüse bei Wirbeltieren, die sich bei Säugetieren am Hals unterhalb des Kehlkopfes vor der Luftröhre befindet. Beim Menschen hat es die Form eines Schmetterlings. Es besteht aus zwei Lappen, die durch eine schmale Brücke verbunden sind, die als Isthmus bezeichnet wird.

Die Hauptfunktion der Schilddrüse besteht darin, Jod zu speichern und die jodhaltigen Schilddrüsenhormone Triiodthyronin und Thyroxin sowie das Peptidhormon Calcitonin zu produzieren. Die jodhaltigen Schilddrüsenhormone werden von den follikulären Epithelzellen der Schilddrüse (Thyrozyten) gebildet und spielen eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel, für das Wachstum einzelner Zellen und für den gesamten Organismus. Calcitonin wird von den parafollikulären oder C-Zellen der Schilddrüse hergestellt. Es hemmt den Knochenverlust durch Einbau von Kalzium und Phosphat in die Knochen und durch Hemmung der Osteoklasten, die bei Aktivierung zu einer Verringerung der Knochensubstanz führen.

Die Schilddrüse ist Ausgangspunkt für zahlreiche Erkrankungen, die unter anderem zu Störungen des Hormonstoffwechsels führen und zu einer Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose oder Hyperthyreose) führen können. In Gebieten mit Jodmangel kann ein kompensatorischer Kropf (Kropf) oder Klumpen auftreten. In Deutschland befasst sich die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) mit ihrem Abschnitt „Schilddrüse“ mit diesem Organ und seinen Krankheiten.

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