Neues mRNA-Medikament erhöht Hautkrebsüberlebenschancen

Britische Wissenschaftler haben einen bedeutenden Schritt im Kampf gegen Hautkrebs gemacht, indem sie ein neues Medikament entwickelt haben, das mit einem Impfstoff vergleichbar ist. Erste Tests haben gezeigt, dass die Spritze die Überlebenschancen der Patienten deutlich verbessert. Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebsarten, wobei der schwarze Hautkrebs besonders gefährlich ist, da herkömmliche Therapien oft nicht anschlagen. Wird die Krankheit zu spät erkannt, ist die Prognose meist schlecht.
Die neue Behandlungsmethode gegen Melanome in Großbritannien basiert auf einem personalisierten mRNA-Medikament, das individuell auf den jeweiligen Patienten zugeschnitten ist. Das Medikament wird aus einer Tumorprobe hergestellt und stimuliert den Körper des Erkrankten, spezifische T-Zellen zur Bekämpfung des Tumors zu produzieren. Dies ermöglicht nicht nur die direkte Bekämpfung des Krebses, sondern auch die Erkennung und Zerstörung zukünftiger mutierter Zellen, um ein Wiederauftreten zu verhindern.
Einige Studienergebnisse deuten darauf hin, dass das neue Medikament die Sterbewahrscheinlichkeit bei Hautkrebs um 49 Prozent senken konnte. Als nächster Schritt wird die dritte und finale Phase der Therapieversuche gestartet, bei der weltweit rund 1.100 Patienten das Mittel getestet werden, darunter auch in Deutschland. Diese vielversprechenden Ergebnisse könnten möglicherweise einen Meilenstein in der Behandlung von Hautkrebs darstellen und den Betroffenen neue Hoffnung geben.