Stillen steht im Zusammenhang mit geringerem Risiko für langfristige Depressionen und Angstzustände bei Müttern.

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Studien zeigen, dass Stillen das Risiko für Depressionen und Angstzustände bei Müttern bis zu 10 Jahre nach der Schwangerschaft senken kann. Erfahren Sie mehr über die wichtigen Ergebnisse.

Studien zeigen, dass Stillen das Risiko für Depressionen und Angstzustände bei Müttern bis zu 10 Jahre nach der Schwangerschaft senken kann. Erfahren Sie mehr über die wichtigen Ergebnisse.
Studien zeigen, dass Stillen das Risiko für Depressionen und Angstzustände bei Müttern bis zu 10 Jahre nach der Schwangerschaft senken kann. Erfahren Sie mehr über die wichtigen Ergebnisse.

Stillen steht im Zusammenhang mit geringerem Risiko für langfristige Depressionen und Angstzustände bei Müttern.

Stillen und psychische Gesundheit der Mütter

Stillen kann das Risiko von Depressionen und Angstzuständen bei Müttern bis zu 10 Jahre nach der Schwangerschaft senken, zeigen die Ergebnisse einer Beobachtungsstudie, die in der Fachzeitschrift BMJ Open veröffentlicht wurde.

Was die Studie zeigt

Die beobachteten Zusammenhänge gelten sowohl für gelegentliches als auch für ausschließliches Stillen sowie für längerdauerndes Stillen (mindestens 12 Monate), wie die Studie zeigt.

Es ist bekannt, dass Stillen das Risiko für postnatale Depressionen und Angstzustände verringert, aber es war unklar, ob diese verringerten Risiken längerfristig bestehen bleiben, erklären die Forscher. Um dies herauszufinden, haben sie das Stillverhalten und die Gesundheit von 168 Müttern, die zum zweiten Mal schwanger wurden, verfolgt.

Studienergebnisse

Die Analyse der Daten zeigte, dass Frauen, die 10 Jahre nach der Schwangerschaft an Depressionen und Angstzuständen litten, weniger wahrscheinlich gestillt hatten und kürzere Stillzeiten im Laufe ihres Lebens aufwiesen.

  • Jede Woche ausschließlichen Stillens während des Lebens war mit einer um 2% verringerten Wahrscheinlichkeit verbunden, von Depressionen und Angstzuständen zu berichten. Dies berücksichtigt auch andere mögliche Einflussfaktoren, einschließlich des Alkoholkonsums.

Wichtige Hinweise zur Studie

Diese Studie ist eine Beobachtungsstudie, daher können keine festen Schlussfolgerungen über Ursache und Wirkung gezogen werden; es können lediglich Zusammenhänge festgestellt werden.

Dennoch schrieb das Team: „Wir vermuten, dass erfolgreiches Stillen einen schützenden Effekt auf postnatale Depressionen und Angstzustände haben kann, was wiederum das Risiko von mütterlichen Depressionen und Angstzuständen langfristig senkt.“

Zusammenhang zwischen Stillen und psychischer Gesundheit

Die Forscher erklärten weiter, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass der Zusammenhang multifaktoriell ist, da viele sozioökonomische und kulturelle Faktoren sowohl das Stillen als auch die psychische Gesundheit beeinflussen. Außerdem sind Frauen mit einer Vorgeschichte von Depressionen und Angstzuständen gefährdet, beim Stillen weniger erfolgreich zu sein, was den Zusammenhang verstärken kann.

Sie fügten hinzu: „Wir wissen, dass die Verbesserung der Stillraten und -dauer die Gesundheitsresultate von Müttern in Bezug auf weniger Diabetes und Herzkrankheiten verbessern kann und die Krankheitslast auf Bevölkerungsebene reduziert, was in der Folge erhebliche Einsparungen im Gesundheitswesen zur Folge hat.“

„Die Möglichkeit, dass Stillen die enorme Belastung durch Depressionen für Einzelpersonen, Familien, das Gesundheitssystem und die Volkswirtschaften weiter reduzieren könnte, verstärkt das Argument, dass Entscheidungsträger das Stillen weiter fördern sollten.“


Quellen:

Journal reference:

McNestry, C., et al. (2026). Breastfeeding and later depression and anxiety in mothers in Ireland: a 10-year prospective observational study. BMJ Open. doi: 10.1136/bmjopen-2024-097323. https://bmjopen.bmj.com/content/16/1/e097323