Forscher am MD Anderson Cancer Center der University of Texas führten in Zusammenarbeit mit BostonGene die größte und umfassendste molekulare Analyse des Nierenmarkkarzinoms (RMC), einer seltenen und aggressiven Form von Nierenkrebs, durch und führten zur Identifizierung von TROP2 als vielversprechendes therapeutisches Ziel.

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Was ist die wichtigste Entdeckung dieser Forschung und warum ist sie bedeutsam?

Durch die Auswertung von 25 Patientenproben identifizierten die Forscher eine Überexpression von TROP2 und mehreren anderen Zelloberflächenproteinen in RMC sowie eine Hochregulierung des Hippo-Signalwegs. Diese Erkenntnisse führten zur Erforschung von Sacituzumab Govitecan, einem auf TROP2 gerichteten Antikörper-Wirkstoff-Konjugat.

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In einer kleinen Kohorte von vier stark vorbehandelten RMC-Patienten führte Sacituzumab Govitecan zu einem teilweisen Ansprechen und zwei Patienten mit stabiler Erkrankung, mit einem mittleren progressionsfreien Überleben von 2,9 Monaten.

Die Identifizierung von TROP2 als therapeutisches Ziel beim Nierenmarkkarzinom stellt einen entscheidenden Schritt in Richtung einer präzisen Behandlung einer der aggressivsten und am wenigsten behandelten Krebsarten dar.“

Pavlos Msaouel, MD, Ph.D., Hauptforscher, außerordentlicher Professor für urogenitale medizinische Onkologie

Was bedeutet das für zukünftige Behandlungsmöglichkeiten?

Das Nierenmarkkarzinom ist ein sich schnell entwickelnder, behandlungsresistenter Nierenkrebs, der vor allem junge Menschen mit Sichelzellanämie betrifft. Dies unterstreicht die dringende Notwendigkeit, seine molekularen Grundlagen zu verstehen, um die therapeutische Entwicklung zu steuern.

Diese Studie, die auch die Mikroumgebung des RMC-Tumors charakterisierte, unterstützt die weitere Untersuchung von Medikamenten, die auf TROP2 abzielen, als Behandlungsoptionen für diese Patientenpopulation.


Quellen:

Journal reference:

Msaouel, P., et al. (2025). Identification of therapeutic targets for renal medullary carcinoma via integrated genomic and transcriptomic profiling. Cell Reports Medicine. doi.org/10.1016/j.xcrm.2025.102423