Globale Nuklearmedizinorganisationen schließen sich zusammen, um die quantitative PET-Bildgebung zu standardisieren
Drei weltweit führende nuklearmedizinische Organisationen – das SNMMI Clinical Trials Network (SNMMI-CTN), das Australasian Radiopharmaceutical Trials Network (ARTnet) und die European Association of Nuclear Medicine Forschungs GmbH (EARL) – haben gemeinsam einen einheitlichen Akkreditierungsrahmen für PET/CT- und PET/MR-Scanner gebilligt, um die quantitative PET-Bildgebung weltweit zu standardisieren und zu harmonisieren. Das am 6. Oktober 2025 unterzeichnete …
Globale Nuklearmedizinorganisationen schließen sich zusammen, um die quantitative PET-Bildgebung zu standardisieren
Drei weltweit führende nuklearmedizinische Organisationen – das SNMMI Clinical Trials Network (SNMMI-CTN), das Australasian Radiopharmaceutical Trials Network (ARTnet) und die European Association of Nuclear Medicine Forschungs GmbH (EARL) – haben gemeinsam einen einheitlichen Akkreditierungsrahmen für PET/CT- und PET/MR-Scanner gebilligt, um die quantitative PET-Bildgebung weltweit zu standardisieren und zu harmonisieren. Das am 6. Oktober 2025 unterzeichnete Memorandum of Understanding stellt einen großen Fortschritt für klinische Studien und die Patientenversorgung dar und bietet einen harmonisierten Ansatz, der die Reproduzierbarkeit verbessert, Doppelarbeit reduziert und eine zuverlässigere Entscheidungsfindung im gesamten Lebenszyklus der Forschung und des Patientenmanagements unterstützt.
Derzeit variieren die Akkreditierungsmethoden für PET-Systeme sowie die damit verbundenen Phantome und Akzeptanzkriterien stark zwischen klinischen Forschungsorganisationen (CROs), Sponsoren und professionellen Netzwerken. Dieser Mangel an Harmonisierung führt zu doppelten Tests, unklaren Verantwortlichkeiten, erhöhten Kosten und inkonsistenten quantitativen Daten.
Das neue Rahmenwerk geht diese Ineffizienzen direkt an, indem es ein auf dem Kontrastwiederherstellungskoeffizienten (CRC) basierendes Akkreditierungssystem einführt, das die aktuellen auf dem SUV-Wiederherstellungskoeffizienten (SUV RC) basierenden Methoden ersetzt. Das neue System ist robust, skalierbar, an die technologische Entwicklung anpassbar und weltweit anwendbar.
Die allgemeine Annahme des vorgeschlagenen Rahmenwerks wird allen Beteiligten erhebliche Vorteile bringen:
- Optimierte Protokolle: Sponsoren und CROs werden ein einfacheres, universelles Bildgebungshandbuch definieren.
- Effizienz und Kostenreduzierung: Weniger Phantomscans und weniger Tests werden die Kosten senken und die Zeitpläne verkürzen.
- Globale Harmonisierung: Für alle Regionen und Studien werden einheitliche Leistungskriterien für PET/CT-Systeme festgelegt.
- Verbesserte Datenqualität: Die Qualität der quantitativen Bilddaten wird über alle Studien hinweg konsistent, vergleichbar und reproduzierbar sein.
- Schnellere Standortakkreditierung: Validierte Protokolle und Metriken beschleunigen das Onboarding von Imaging-Sites.
- Sponsorenentlastung: Unklarheiten und Testpflichten werden für Sponsoren beseitigt, denen es an bildgebender Fachkenntnis mangelt.
- Klinische Übersetzung: Eine konsistente und reproduzierbare Leistung des PET/CT-Systems über Studien und Patientenversorgung hinweg wird dies unterstützen Übersetzung von Forschungsergebnissen in die klinische Praxis.
CRC-basierte Metriken wurden bereits in Datenanalysen und Bildqualitätsberichte integriert und stellen akkreditierten Institutionen sowohl CRC- als auch traditionelle Metriken zur Verfügung. Der vollständige Übergang zur CRC-basierten Akkreditierung wird im Januar 2026 abgeschlossen sein.
Die einheitliche Akkreditierung des PET-Systems ist ein entscheidender Schritt hin zu einer wirklich globalen Harmonisierung in der quantitativen PET-Bildgebung. Durch diese Zusammenarbeit legen SNMMI, ARTnet und EANM den Grundstein für eine Zukunft, in der Daten von jedem akkreditierten Scanner überall auf der Welt vertrauenswürdig und zuverlässig verglichen werden können.
Quellen: