Bewertung der Leistung von Low-Field-MRT bei Mass General Brigham

Die Bewertung der Leistung von Low-Field-MRT (UFL MRT) durch Mass General Brigham könnte die Grundlage dafür legen, dass diese Technologie eine kostengünstigere und zugängliche Option für die Brustbildgebung wird.

Forscher bei Mass General Brigham haben gezeigt, dass es technisch machbar ist, ultra-niedriges Feld-Magnetresonanztomographie (ULF MRI) für die Brustbildgebung zu verwenden. Mit weiteren Verfeinerungen und Bewertungen könnte diese Technologie eine Alternative zu bestehenden Methoden des Brustkrebs-Screenings bieten und die Hürden zum Screening verringern. Die Ergebnisse sind in Scientific Reports veröffentlicht.

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Ermutigende Ergebnisse und nächste Schritte

„Diese Ergebnisse sind ein sehr ermutigender Nachweis des Prinzips, obwohl größere Studien erforderlich sind, um die diagnostische Leistung zu etablieren“, sagte der Projektleiter und Mitautor Matthew Rosen, PhD, ein außerordentlicher Professor für Radiologie. „Sie motivieren unser anhaltendes Streben nach sicheren, komfortablen und kostengünstigen Screening-Ansätzen, die den Zugang für Patienten erweitern können.“

Vorteile der ULF MRT

Aktuelle Richtlinien in den USA empfehlen ein Screening mit Mammographien für Frauen im Alter von 40 bis 74 Jahren. Im Gegensatz zur Mammographie erfordert ULF MRT keine Brustkompression, die viele Patienten als unangenehm empfinden. Ein weiterer Vorteil von ULF MRT ist, dass dabei keine ionisierende Strahlung verwendet wird.

Während hochriskante Patienten MRI-Screenings für Brustkrebs erhalten können, werden Standard-MRI-Geräte nicht routinemäßig zur Brustkrebsvorsorge eingesetzt, da sie teuer sind und nicht weit verbreitet sind. ULF MRI-Systeme kosten weniger als 5% des Preises von Standard-MRI-Systemen und haben niedrigere langfristige Betriebskosten.

Studienablauf

In dieser Studie wurden ULF MRI-Scans an 14 Teilnehmern durchgeführt, darunter 11 Frauen ohne Brustkrebsvorgeschichte, zwei Frauen mit einer früheren Brustkrebsdiagnose und eine Frau mit einer gutartigen Masse.

Bei der Auswertung der ULF MRI-Scans konnten drei Radiologen zuverlässig wichtige Brustmerkmale identifizieren und fibroglanduläres Gewebe von Fettgewebe unterscheiden. Die Autoren bemerken, dass Unterschiede wahrscheinlich mit der Neuheit von ULF MRI zusammenhängen und durch zusätzliche Schulungen und Erfahrungen verringert werden können.

Erste Ergebnisse und Ausblick

„Diese frühen Beweise deuten darauf hin, dass ULF MRI wichtige Brustmerkmale und einige Abnormalitäten ohne Strahlung oder injizierte Kontrastmittel erkennen kann“, sagte Mitautorin Neha Koonjoo, PhD, eine Forscherin am Martinos Center. „Diese Ergebnisse weisen auf das Potenzial von ULF MRI hin, eine Option zu sein, die in Zukunft existierende Screening-Tools ergänzen könnte.“

„Selbst bei sehr niedrigem Magnetfeld konnte das Radiologieteam Beobachtungen über die Brust anstellen“, sagte Mitprincipal-Investigatorin und Mitautorin Kathryn E. Keenan, PhD, vom US National Institute of Standards and Technology. „Wir haben diese Studie unternommen in der Hoffnung, dass die Brustmerkmale sichtbar wären, aber man hat nicht immer Erfolg. Wir sind sehr motiviert durch diese Studie, unsere Arbeiten zur ultra-niedrig-feld-MRT für das Brust-Screening fortzusetzen.“

Weitere Forschungsbedarfe

Die Forscher betonen, dass weitere Studien erforderlich sind, um die diagnostische Genauigkeit von ULF MRT beim Brustkrebsscreening zu bestimmen, einschließlich Studien an größeren Gruppen, die Patienten mit gutartigen und bösartigen Läsionen einschließen. Sie heben auch hervor, dass weitere Verfeinerungen der ULF MRT-Technologie erforderlich sind, um klinische Auflösungsstandards für das Brustkrebsscreening zu erfüllen.

„Diese Ergebnisse werden die nächsten engineering Schritte leiten, um die Bildqualität zu verbessern und eine angenehmere Untersuchung zu ermöglichen und helfen, Screenings an mehr Standorten und für mehr Patienten verfügbar zu machen.“

Sheng Shen, PhD, Mitautor, Martinos Center for Biomedical Imaging


Quellen:

Journal reference:

Shen, S., et al. (2026) Breast imaging with ultra-low field MRI. Scientific Reports. DOI: 10.1038/s41598-026-37130-9. https://www.nature.com/articles/s41598-026-37130-9