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Eine neue Studie unter der Leitung von Forschern des MD Anderson Cancer Center der University of Texas ergab, dass Prostatakrebspatienten mit niedrigem Testosteronspiegel möglicherweise ein höheres Risiko haben, dass sich der Krebs unter aktiver Überwachung zu einer aggressiveren Form entwickelt.

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Die im „The Journal of Urology“ veröffentlichten Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Testosteron-Ausgangswert als nützlicher klinischer Marker dienen könnte, um das Risiko besser zu stratifizieren und Überwachungsstrategien für Patienten anzupassen, die sich für eine aktive Überwachung entscheiden.

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Für viele Männer mit Prostatakrebs im Frühstadium ist die aktive Überwachung eine sichere und wirksame Option. Allerdings bleibt es eine große Herausforderung, herauszufinden, bei welchen Patienten die Wahrscheinlichkeit einer Progression höher ist. Zu verstehen, wie hormonelle Faktoren die Biologie von Prostatakrebs beeinflussen, kann uns dabei helfen, Überwachungsstrategien zu verfeinern.“

Justin R. Gregg, MD, korrespondierender Autor, außerordentlicher Professor für Urologie und Forschung zu gesundheitlichen Disparitäten

Was hat die Studie über den Testosteronspiegel und das Fortschreiten des Krebses ergeben?

Forscher fanden heraus, dass Prostatakrebspatienten mit niedrigen Testosteronausgangswerten (300 ng/dl und niedriger) eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit hatten, dass ihr Krebs in die Gradgruppe 3 oder höher übergeht, was eine aggressivere Erkrankung darstellt.

In der retrospektiven Kohortenstudie analysierten die Forscher klinische und pathologische Daten von mehr als 900 überwachten Männern. Niedrige Testosteronspiegel waren mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit des Fortschreitens der Krankheit verbunden, selbst nach Berücksichtigung anderer Faktoren wie Alter, Prostata-spezifisches Antigen (PSA), Body-Mass-Index (BMI) sowie Tumordichte und -größe.

Sollten Männer mit Prostatakrebs über einen niedrigen Testosteronspiegel besorgt sein?

Für Patienten mit Prostatakrebs mit geringem Risiko wird eine aktive Überwachung empfohlen, die es Ärzten ermöglicht, die Krankheit genau zu überwachen und eine Behandlung zu verschieben oder zu vermeiden, es sei denn, der Krebs zeigt Anzeichen einer aggressiveren Entwicklung. Die Überwachung bleibt sicher und effektiv.

Die Studie legt nicht nahe, dass ein niedriger Testosteronspiegel aggressiven Krebs verursacht, sondern vielmehr, dass ein Zusammenhang besteht, der bei der Überwachung und Entscheidungsfindung hilfreich sein könnte. Zukünftige Studien sind erforderlich, um diese Ergebnisse zu bestätigen und festzustellen, ob der Testosteronspiegel ein nützlicher Marker für das zukünftige Progressionsrisiko bei einzelnen Patienten sein könnte.


Quellen:

Journal reference:

Lawen, T., et al. (2026). Low Testosterone Levels and Grade Group Progression Among Localized Prostate Cancer Patients on Active Surveillance: A Retrospective Cohort Study. The Journal of Urology. DOI: 10.1097/JU.0000000000004986. https://www.auajournals.org/doi/10.1097/JU.0000000000004986