Eine prospektive multizentrische Studie berichtet, dass die intrasakkuläre Therapie mit Woven EndoBridge nicht rupturierte weithalsige Bifurkationsaneurysmen, eine der am schwierigsten zu behandelnden Arten von Hirnaneurysmen, sicher und effektiv behandelt. Die Studie ergab eine hohe Okklusionsstabilität, niedrige Komplikationsraten und keine erneuten Behandlungen oder Todesfälle nach einem Jahr Nachbeobachtung. Die Ergebnisse unterstützen diese minimalinvasive Option als vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Techniken und erweitern die Belege für ihren sicheren und wirksamen Einsatz bei einer chinesischen Patientenpopulation.

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Hirnaneurysmen sind ballonartige Ausbuchtungen in Blutgefäßen, die reißen und lebensbedrohliche Blutungen verursachen können. Weithalsige Bifurkationsaneurysmen (WNBAs), die an arteriellen Verzweigungspunkten auftreten, stellen aufgrund ihrer komplexen Anatomie eine besondere Herausforderung in der Behandlung dar. Herkömmliche Coiling- oder stentgestützte Techniken erfordern möglicherweise eine langfristige Blutverdünnungstherapie und bergen das Risiko einer Thromboembolie oder Gefäßschädigung. Auf der Suche nach sichereren, weniger invasiven Optionen untersuchten die Forscher das intrasakkuläre Gerät Woven EndoBridge (WEB), das vollständig im Aneurysma sitzt, den Blutfluss unterbricht und die Gerinnselbildung fördert, ohne sich in die Hauptarterie auszudehnen.

Ein Forschungsteam unter der Leitung von Professor Hongqi Zhang von der Abteilung für Neurochirurgie am Xuanwu Hospital, Capital Medical University, Peking, China, und Professor Jianmin Liu vom Neurovaskulären Zentrum, Naval Medical University, Changhai Hospital, Shanghai, China, führte zwischen Juni 2017 und August 2019 eine prospektive multizentrische Beobachtungsstudie in acht chinesischen Krankenhäusern durch. An der Studie nahmen 60 erwachsene Patienten mit intakten WNBAs teil, die für eine WEB-Implantation geeignet waren. Jeder Patient wurde nach 30 Tagen, 6 Monaten und 1 Jahr einer standardisierten Bildgebung, Verfahrensplanung und Nachuntersuchung unterzogen. Die Studie wurde in Band 12 der veröffentlicht Chinesisches neurochirurgisches Journal am 20. Januar 2026.

Das WEB-Gerät, ein geflochtenes Nitinol-Netz, wurde mithilfe von Mikrokathetern implantiert und im Aneurysmasack abgelöst. Sein Design kann die Abhängigkeit von einer dualen Thrombozytenaggregationshemmung und das Risiko thromboembolischer Komplikationen im Vergleich zu Techniken, die dauerhafte intravaskuläre Implantate erfordern, verringern. In 98 % der Fälle konnte ein Verfahrenserfolg erzielt werden. Bei der Nachuntersuchung nach einem Jahr wurde bei 56 % der Patienten ein vollständiger Aneurysma-Verschluss und bei 82 % ein ausreichender Verschluss beobachtet. Bei keinem der Patienten war eine erneute Behandlung erforderlich, es kam zu einem Aneurysmaruptur oder es verstarb. Bei nur zwei Patienten (3,9 %) traten schwerwiegende unerwünschte Ereignisse auf, die beide nicht mit dem Gerät in Zusammenhang standen. Die funktionelle Unabhängigkeit, gemessen anhand der modifizierten Rankin-Scores, blieb während der gesamten Nachuntersuchung hoch, wobei fast alle Patienten ihre normalen täglichen Aktivitäten aufrechterhielten.

„Diese Ergebnisse legen nahe, dass eine Unterbrechung des intrasakkulären Flusses zu einem dauerhaften Aneurysma-Okklusionsriss führen kann und gleichzeitig die mit herkömmlichen Techniken verbundenen Risiken minimiert.“ sagte Prof. Zhang. Die Studie zeigt, dass das WEB-Gerät komplexe Aneurysmen mit einem hohen Maß an Langzeitstabilität sicher verschließen kann, selbst an anatomisch schwierigen Stellen wie der vorderen Verbindungsarterie und den Bifurkationen der mittleren Hirnarterie.

Über den individuellen Nutzen für den Patienten hinaus unterstützen die Ergebnisse die umfassendere Bewertung und Einführung minimalinvasiver intrasakkulärer Techniken für komplexe Aneurysmen. Die Ergebnisse liefern wichtige klinische Daten einer chinesischen Bevölkerung und bilden eine Grundlage für zukünftige Vergleichsstudien und längerfristige Folgeuntersuchungen.

Prof. Liu fügte hinzu: „Unsere Ergebnisse zeigen, dass fortschrittliche endovaskuläre Technologien sicher in verschiedenen Bevölkerungsgruppen eingesetzt werden können, was den Weg für internationale Zusammenarbeit und zukünftige Geräteinnovationen ebnet.“ Die Ergebnisse der Studie unterstreichen das Potenzial der WEB-Therapie, die Herangehensweise von Neurochirurgen an eine der schwierigsten Arten von Hirnaneurysmen neu zu definieren, und geben Anlass zur Hoffnung auf eine sicherere, wirksamere und allgemein zugängliche Behandlung.

Während weitere Forschung mit größeren Kohorten und einer längeren Nachbeobachtung erforderlich ist, bestätigt die aktuelle Studie, dass das WEB-Gerät eine zuverlässige, sichere und wirksame Alternative zu herkömmlichen Behandlungen für WNBAs darstellt und damit den Grundstein für zukünftige Verbesserungen in der globalen neurovaskulären Versorgung legt.


Quellen:

Journal reference:

He, C., et al. (2026). Woven EndoBridge intrasaccular therapy for the treatment of unruptured wide-necked bifurcation aneurysms: a prospective study in a Chinese population. Chinese Neurosurgical Journal. DOI: 10.1186/s41016-025-00418-2. https://link.springer.com/article/10.1186/s41016-025-00418-2