Eine Oberkiefernervenblockade kann den perioperativen Opioidkonsum bei pädiatrischen Primärspalten verringern

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Bei Säuglingen, die sich einer Gaumenspaltenoperation unterziehen, kann die Injektion eines Lokalanästhetikums, das auf den Nervus maxillaris im Gesicht abzielt, den Bedarf an Opioid-Medikamenten zur Kontrolle postoperativer Schmerzen verringern oder ganz überflüssig machen, berichtet eine Studie in Das Journal of Craniofacial Surgery. Die Zeitschrift wird im Lippincott-Portfolio von Wolters Kluwer veröffentlicht. Unsere Studie präsentiert vorläufige, …

Eine Oberkiefernervenblockade kann den perioperativen Opioidkonsum bei pädiatrischen Primärspalten verringern

Bei Säuglingen, die sich einer Gaumenspaltenoperation unterziehen, kann die Injektion eines Lokalanästhetikums, das auf den Nervus maxillaris im Gesicht abzielt, den Bedarf an Opioid-Medikamenten zur Kontrolle postoperativer Schmerzen verringern oder ganz überflüssig machen, berichtet eine Studie in Das Journal of Craniofacial Surgery. Die Zeitschrift wird im Lippincott-Portfolio von Wolters Kluwer veröffentlicht.

Unsere Studie präsentiert vorläufige, aber vielversprechende Ergebnisse, die darauf hindeuten, dass der suprazygomatische Nervus maxillaris blockiert [SMNB] kann den perioperativen Opioidkonsum bei pädiatrischen Primärspalten, insbesondere beim Verschluss von Gaumenspalten, reduzieren.“

Rutger M. Schols, MD, PhD, leitender Autor des MosaKids Kinderkrankenhauses, Maastricht, Niederlande

Nervenblockade bei einer Gaumenspaltenoperation: Technik und Ergebnisse

Gaumenspalten sind eine häufige angeborene Erkrankung, die bei 0,3 bis 0,4 % der Säuglinge auftritt. Eine frühzeitige Operation – typischerweise im Alter von sechs bis zwölf Monaten durchgeführt – ist für die normale Sprech-, Schluck- und Atemfunktion unerlässlich.

Die postoperative Schmerzkontrolle bleibt bei Säuglingen, die sich einer Gaumenspaltenoperation unterziehen, eine große Herausforderung. Obwohl Opioid-Medikamente wie Morphin wirksam sind, bergen sie erhebliche Risiken wie Übelkeit und Erbrechen, Verstopfung und Atemnot. Regionalanästhesietechniken wurden evaluiert, um postoperative Schmerzen zu kontrollieren und möglicherweise den Bedarf an Opioiden zu reduzieren.

Dr. Schols und Kollegen bewerten ihre Erfahrungen mit SMNB bei zehn Säuglingen im Durchschnittsalter von sieben Monaten, die sich einer Gaumenspaltenoperation unterziehen. Nach Einleitung der Vollnarkose wird eine kleine Dosis Lokalanästhetikum injiziert, um die Übertragung von Schmerzsignalen vom Nervus maxillaris zu blockieren, der die Empfindungen in der Mitte des Gesichts, einschließlich des Oberkiefers (Maxilla) und der Oberlippe, auslöst.

Der Artikel enthält eine detaillierte, bebilderte Erläuterung der Injektionstechnik, einschließlich der Verwendung von Ultraschallführung, um eine präzise Injektion des Lokalanästhetikums um den Oberkiefernerv herum sicherzustellen. Die SMNB-Technik der Autoren umfasst die Verwendung eines milden Beruhigungsmittels (Dexmedetomidin), das dazu beitragen kann, die Wirkung der Nervenblockade zu verlängern.

Die Forscher konzentrierten sich auf den Bedarf an Opioid-Medikamenten und verglichen die postoperative Schmerzkontrolle bei Säuglingen, die sich einer SMNB unterzogen, mit zehn Patienten, die sich zuvor einer Gaumenspaltenoperation ohne Nervenblockade unterzogen hatten. Der Einsatz anderer Schmerzkontrollmaßnahmen, einschließlich nicht-opioider Schmerzmittel, war in den Gruppen ähnlich.

Insgesamt hatten Säuglinge, die SMNB erhielten, nach einer Gaumenspaltenoperation einen deutlich geringeren Opioidkonsum. Die mittlere Gesamtmorphindosis betrug 0,1 Milligramm in der SMNB-Gruppe, verglichen mit 0,75 mg bei Säuglingen, die keiner Nervenblockade unterzogen wurden. Sieben von zehn Kindern in der SMNB-Gruppe benötigten kein Morphium zur Schmerzkontrolle, im Vergleich zu nur zwei von zehn Kindern ohne SMNB.

Die Verwendung anderer Schmerzmittel, einschließlich eines schwächeren Opioids namens Tramadol, war in beiden Gruppen ähnlich. Säuglinge, die SMNB erhielten, verbrachten nach der Operation weniger Zeit im Krankenhaus: 2,0 Tage, verglichen mit 2,5 Tagen bei Säuglingen, die keine Nervenblockade erhielten. Dieser Unterschied war jedoch statistisch nicht signifikant.

Die Forscher weisen auf einige Einschränkungen ihrer kleinen, explorativen Studie hin, darunter die Tatsache, dass Patienten nicht zufällig einer SMNB oder einer Standard-Schmerzkontrolle allein zugewiesen wurden. Die Autoren betonen die Notwendigkeit größerer, kontrollierter Studien, um ihre Ergebnisse zu bestätigen.

Obwohl die SMNB-Technik nicht neu ist, unterschieden sich frühere Studien zu ihrem Einsatz in der Gaumenspaltenchirurgie erheblich, insbesondere hinsichtlich der verwendeten Injektionstechniken. Dr. Schols und Co-Autoren heben den Einsatz von Echtzeit-Ultraschallführung hervor, um eine ordnungsgemäße Injektion des Lokalanästhetikums sicherzustellen. Sie kommen zu dem Schluss: „Durch die Bewertung dieses gezielten Ansatzes wollen wir zur Entwicklung standardisierter Protokolle zur perioperativen Schmerzbehandlung beitragen, um letztendlich die Genesung zu optimieren und die Krankenhausaufenthaltsdauer dieser gefährdeten Patientengruppe zu verkürzen.“


Quellen:

Journal reference:

Wijnants, N., et al. (2025). Preoperative Suprazygomatic Maxillary Nerve Block to Reduce Perioperative Opioid Use in Pediatric Primary Cleft Palate Repair: Preliminary Clinical Experience. Journal of Craniofacial Surgery. doi: 10.1097/scs.0000000000012101. https://journals.lww.com/jcraniofacialsurgery/abstract/9900/preoperative_suprazygomatic_maxillary_nerve_block.3489.aspx