Für viele Amerikaner ist ein routinemäßiger chirurgischer Eingriff der erste Kontakt mit Opioid-Schmerzmitteln. Während die meisten mit der Einnahme dieser Medikamente nach der Heilung aufhören, geht eine beträchtliche Anzahl „opioidnaiver“ Patienten noch lange nach der typischen Erholungsphase in den sogenannten „New Persistent Opioid Use“ (NPOU) über, bei dem die Einnahme fortgesetzt wird.

Eine neue systematische Überprüfung und Metaanalyse unter der Leitung von Penn Nursing-Forschern wurde veröffentlicht in der Schmerzmedizinhat die spezifischen patientenbezogenen Risikofaktoren identifiziert, die am genauesten vorhersagen, bei welchen Personen das höchste Risiko für diesen gefährlichen Übergang besteht. Die Studie, in der Daten aus 27 hochwertigen Studien zusammengefasst wurden, ergab, dass vier Hauptfaktoren die Wahrscheinlichkeit, dass ein Patient nach einer Operation ein Langzeit-Opioidkonsument wird, erheblich erhöhen: Medicaid-Registrierung, präoperativer Benzodiazepinkonsum, Stimmungsstörungen und Angstzustände.

Die Identifizierung der gefährdeten Personen vor dem ersten Schnitt ist ein entscheidender Schritt im Kampf gegen die Opioidkrise. Unsere Ergebnisse bieten Klinikern einen Fahrplan für die Umsetzung gezielter Interventionen und stellen sicher, dass Hochrisikopatienten eine verbesserte Überwachung und alternative Strategien zur Schmerzbehandlung erhalten.“

Yoonjae Lee, DNP, APRN, Hauptautorin und Doktorandin

Die Aufschlüsselung der Risikofaktoren

Durch eine strenge Metaanalyse leitete das Forschungsteam „gepoolte Quotenverhältnisse“ ab, die quantifizieren, wie stark jeder Faktor mit der Wahrscheinlichkeit einer dauerhaften Nutzung zusammenhängt:

  • Medicaid-Registrierung und präoperative Benzodiazepine: Dies waren die stärksten Prädiktoren, wobei bei Patienten in diesen Kategorien die Wahrscheinlichkeit, NPOU zu entwickeln, um 77 % höher war (Odds Ratio: 1,77).
  • Stimmungsstörungen: Patienten mit Depressionen oder anderen Stimmungsstörungen in der Vorgeschichte hatten ein um 24 % höheres Risiko als Patienten ohne Depressionen.
  • Angst: Bei Patienten mit bereits bestehenden Angststörungen war die Wahrscheinlichkeit eines anhaltenden Konsums um 17 % höher.

Ein Aufruf zu einem ganzheitlichen präoperativen Screening

NPOU ist definiert als fortgesetzter Opioidkonsum über drei Monate nach der Operation hinaus und wird mit erhöhter Morbidität, höheren Sterblichkeitsraten und langfristigen Komplikationen in Verbindung gebracht.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Ergebnisse der Studie unterstreichen, dass der Status „Opioid-naiv“, d. h. der Patient hat in letzter Zeit keine Opioide konsumiert, keine alleinige Garantie für Sicherheit darstellt. Indem sie hervorheben, dass soziale Determinanten (wie die Art der Versicherung) und psychologische Faktoren (wie die Angst) ebenso einflussreich sind wie die Operation selbst, plädieren die Forscher für einen umfassenderen Ansatz beim präoperativen Screening. Die Integration dieser datengesteuerten Erkenntnisse in die klinische Praxis kann dazu beitragen, die unbeabsichtigten Folgen der chirurgischen Schmerzbehandlung zu verhindern und die langfristigen Ergebnisse für Patienten im ganzen Land zu verbessern. Zu den Co-Autoren dieser Studie gehören Rosemary C. Polomano; Heath D. Schmidt, PhD; Jungwon Min, PhD; und Peggy A. Compton, PhD; die gesamte Penn Nursing.


Quellen:

Journal reference:

Lee, Y., et al. (2025) Patient-related risk factors for new persistent opioid use after surgery among opioid-naïve individuals in the United States: a systematic review and meta-analysis, Pain Medicine. DOI: 10.1093/pm/pnaf182. https://academic.oup.com/painmedicine/advance-article-abstract/doi/10.1093/pm/pnaf182/8405398