Jugendliche in Pflegefamilien leiden häufig unter familiärer Instabilität, was die Kontinuität ihrer Beziehungen und sozialen Verbindungen beeinträchtigen kann. Daher kann die Stärke und Stabilität ihrer sozialen Unterstützungsnetzwerke eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung ihres Lebens spielen.
Soziale Unterstützungsnetzwerke beziehen sich auf ein ganzheitliches Netz von Familienmitgliedern, Freunden, Nachbarn und Gemeindemitgliedern, die in Zeiten der Not emotionale, praktische und informative Unterstützung bieten.
In ihrer aktuellen Studie, veröffentlicht in der Zeitschrift SozialarbeitsforschungKeunhye Park, Assistenzprofessor an der School of Social Work der Michigan State University, untersuchte die Beziehung zwischen verschiedenen Dimensionen sozialer Unterstützungsnetzwerke wie Art und Größe sowie der Inhaftierung von Jugendlichen mit Pflegeerfahrung.
Insbesondere für diejenigen, die ins Erwachsenenalter übergehen, stellte Park fest, dass starke soziale Unterstützungsnetzwerke nicht nur die Wahrscheinlichkeit einer Inhaftierung verringerten, sondern auch die Anpassung an das Erwachsenenalter positiv erleichterten.
Angesichts der Entwicklungsaufgaben im frühen Erwachsenenalter (z. B. Absolvieren einer postsekundären Ausbildung, Arbeitssuche, Wohnraumsicherung) kann die Einbindung des Rechtssystems beim Übergang ins Erwachsenenalter zusätzliche Herausforderungen mit sich bringen und nachhaltige Auswirkungen auf den gesamten Lebensverlauf haben.“
Keunhye Park, Assistenzprofessor an der School of Social Work der Michigan State University
Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass schwache oder unterbrochene Verbindungen zu unterstützenden Personen, konventionellen Systemen oder weithin akzeptierten sozialen Werten mit einer höheren Wahrscheinlichkeit einer Beteiligung des Justizsystems bei Jugendlichen mit Pflegeerfahrung verbunden sind. Dies untermauert Parks Studie, die die Bedeutung stabiler und unterstützender Unterstützungsnetzwerke hervorhebt.
Unter den verschiedenen Formen der sozialen Unterstützung ragte die emotionale Unterstützung als besonders wichtig heraus. Laut der Studie war die Wahrscheinlichkeit einer Inhaftierung bei Jugendlichen, die angaben, über ausreichende emotionale Unterstützung zu verfügen, geringer.
„Ausreichende emotionale Unterstützung war deutlich mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit einer Inhaftierung verbunden“, sagte Park. „Diese Forschung legt nahe, dass einige Formen der sozialen Unterstützung die Ergebnisse des Rechtssystems wirksamer beeinflussen könnten als andere.“
Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung aktiver Öffentlichkeitsarbeit und Engagements von Fachkräften der Kinderfürsorge, um unterstützende Beziehungen zu stärken, die Jugendlichen Trost, Sicherheit und Ermutigung bieten, die mit emotionalen Belastungen zurechtkommen.
Genauer gesagt sollten Kinder in Pflegefamilien untergebracht werden, die ihre sozialen Netzwerke am besten widerspiegeln, und zwar mit minimalen Störungen.
„Es gibt wichtige Implikationen für die Entwicklung gezielter Interventionen und Unterstützungssysteme im Bereich der Kinderfürsorge und Sozialarbeit“, sagte Park.
Quellen:
Park, K., et al. (2026). Risks of Incarceration: Impact of Social Support Networks during the Transition to Adulthood. Social Work Research. DOI: 10.1093/swr/svaf026. https://academic.oup.com/swr/article-abstract/50/1/9/8425646



