Ankündigung einer neuen Artikelveröffentlichung für Zoonosen Zeitschrift. Im Nordosten Chinas stellen durch Zecken übertragene Krankheiten eine große Herausforderung für die öffentliche Gesundheit dar, die durch Umwelt- und anthropogene Veränderungen noch verschärft wird. Ziel dieser Studie war es, das Risiko von Zeckenstichen und die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen in einem Endemiegebiet abzuschätzen und die Einflüsse soziodemografischer, verhaltensbezogener und landschaftlicher Faktoren zu untersuchen.

Zwischen Juli und August 2022 wurde eine umfassende Online-Umfrage unter 3000 Teilnehmern aus den Provinzen Heilongjiang, Liaoning und Jilin durchgeführt. Dabei wurden Daten zu selbst gemeldeten Zeckenstichen, Schutzmaßnahmen und damit verbundenen soziodemografischen Merkmalen erhoben. Die Landschaftsanalyse wurde mit Satellitenbildern durchgeführt und der Shannon-Diversitätsindex (SHDI) und die Waldflächendichte (PD) wurden ausgewählt, um Landschaftsfaktoren zu quantifizieren. Faktoren, die die Häufigkeit von Zeckenbissen beeinflussen, wurden mit einem logistischen Regressionsmodell identifiziert und Zusammenhänge zwischen Landschaftsmerkmalen und Expositionsrisiko wurden mit räumlichen Statistiken bewertet.

21 Prozent der Befragten berichteten von Zeckenstichen, vor allem während der aktiven Zeckensaison (Mai bis Oktober). Die selbstberichtete Inzidenz von durch Zecken übertragenen Krankheiten (z. B. Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), Lyme-Borreliose (LD) und schweres Fieber mit Thrombozytopenie-Syndrom (SFTS)) variierte von Provinz zu Provinz und es wurden bemerkenswerte soziodemografische Faktoren (z. B. Alter, Geschlecht, Beruf und Lebensstil) identifiziert, die mit der Zeckenexposition in Zusammenhang stehen. Die Akzeptanz von Schutzmaßnahmen war in der befragten Bevölkerung hoch (80,3 %), insbesondere bei denjenigen, die bereits zuvor Zeckenstiche erlitten hatten. Landschaftsanalysen ergaben einen umgekehrten Zusammenhang zwischen Landnutzungsvielfalt und Zeckenstichhäufigkeit, was darauf hindeutet, dass Gebiete mit geringerer Landnutzungsvielfalt möglicherweise ein höheres Zeckenstichrisiko haben.

Die Studie unterstreicht die Vielschichtigkeit des durch Zecken übertragenen Krankheitsrisikos im Nordosten Chinas und die Bedeutung integrierter Strategien, die Sensibilisierung, Verhaltensänderungen und Umweltmanagement umfassen, um die Zeckenexposition zu verringern und die Übertragung von Krankheiten zu verhindern. Diese Erkenntnisse könnten den Gesundheitsbehörden dabei helfen, gezielte Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung von durch Zecken übertragenen Krankheiten in der Region zu entwickeln.

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Quellen:

Journal reference:

Li, S., et al. (2025) Tick Exposure Patterns and Associated Risk Factors in Northeastern China. Zoonoses. doi: 10.15212/ZOONOSES-2025-0023. https://www.scienceopen.com/hosted-document?doi=10.15212/ZOONOSES-2025-0023