Ein neuer Fallbericht wurde in Band 13 von veröffentlicht Onkowissenschaftenam 7. Februar 2026 mit dem Titel „Massiver verkalkter solider pseudopapillärer Neoplasma des Pankreaskopfes.“
Unter der Leitung von Faten Limaiem – der auch korrespondierender Autor ist und dem Krankenhaus Mongi Slim La Marsa in La Marsa, Tunesien angehört – und Co-Autor Mohamed Hajri beschreibt der Bericht eine 31-jährige Frau, die sich mit fortschreitenden Schmerzen im rechten Oberbauch vorstellte und bei der eine sehr große (≈12,5 × 9 × 8 cm), gelappte Bauchspeicheldrüsenkopfmasse mit festen, zystischen und ungewöhnlich groben verkalkten Bestandteilen festgestellt wurde. Der Patient unterzog sich einer kephalen Pankreatikoduodenektomie (Whipple-Verfahren) und die Histologie plus Immunhistochemie (nukleäres β-Catenin, CD10-Positivität) bestätigten die Diagnose einer soliden pseudopapillären Neoplasie (SPN).
„Die vollständige chirurgische Resektion bleibt die endgültige Behandlung und bietet auch bei großen, verkalkten Fällen eine hervorragende Prognose.“
Bildgebende Untersuchungen (Kontrast-CT und MRT) zeigten eine gut eingekapselte, heterogene Masse, die an benachbarte Organe oder große Gefäße angrenzte, diese aber nicht befiel; Die Tumormarker (CEA, CA19-9) lagen im Normbereich. Die grobe Pathologie zeigte zystische Degeneration, Blutung und grobe Verkalkungen; Die Mikroskopie ergab eine klassische solide und pseudopapilläre Architektur mit geringer mitotischer Aktivität. Der postoperative Verlauf verlief ereignislos und der Patient blieb nach fünf Monaten Nachuntersuchung rezidivfrei. Diese Merkmale – große Größe und starke Verkalkung bei dennoch indolenter Histologie – veranschaulichen, wie SPN andere Pankreasneoplasien imitieren kann und warum eine integrierte radiologische und pathologische Beurteilung unerlässlich ist.
Die Autoren stellen den Fall in einen Kontext: SPN ist selten (weniger als etwa 3 % der exokrinen Pankreastumoren), betrifft vorwiegend junge Frauen und hat nach vollständiger Resektion im Allgemeinen eine hervorragende Prognose. Sie betonen, dass eine ausgedehnte Verkalkung selten vorkommt, aber als Teil des SPN-Spektrums und nicht als entscheidender Marker für aggressives Verhalten anerkannt werden sollte. Der Bericht bekräftigt die chirurgische Resektion als Behandlung der Wahl und empfiehlt eine multidisziplinäre Bewertung und eine langfristige Nachbeobachtung (mindestens fünf Jahre), um die seltenen Fälle, die erneut auftreten, zu überwachen.
Quellen:
Limaiem, F., & Hajri, M. (2026). Massive calcified solid pseudopapillary neoplasm of the pancreatic head. Oncoscience. DOI: 10.18632/oncoscience.642. https://www.oncoscience.us/article/642/text/