Neue Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern der CU Anschutz deuten darauf hin, dass körperliche Aktivität nach einer Herzrhythmusbehandlung das Risiko eines erneuten Vorhofflimmerns (AF) erheblich verringern kann und Patienten eine einfache und kostengünstige Möglichkeit bietet, die Herzgesundheit langfristig zu unterstützen.

Die Studie wurde diesen Monat in der veröffentlicht Zeitschrift für interventionelle kardiale Elektrophysiologiefanden heraus, dass Erwachsene, die sich nach der Katheterablation regelmäßig und mäßig körperlich betätigten, im Vergleich zu weniger aktiven Erwachsenen eine deutlich geringere Rate an VHF-Rezidiven aufwiesen.

Auch nach einer technisch erfolgreichen Ablation kommt es häufig wieder zu Vorhofflimmern, was sowohl für Patienten als auch für Ärzte frustrierend sein kann. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass moderate Bewegung für 30 Minuten dreimal pro Woche, was die meisten Menschen realistischerweise tun können, dazu beitragen kann, nach einer Katheterablation ein erneutes Auftreten zu verhindern.“

Lohit Garg, MBBS, Assistenzprofessor für Kardiologie, CU Anschutz School of Medicine und Hauptautor der Studie

Vorhofflimmern ist weltweit die häufigste Herzrhythmusstörung und mit einem höheren Risiko für Schlaganfälle, Herzversagen und wiederholte Krankenhausaufenthalte verbunden. Die Katheterablation ist eine weit verbreitete Behandlung, die den normalen Rhythmus wiederherstellt, aber das Wiederauftreten bleibt eine anhaltende Herausforderung. Die CU Anschutz-Studie untersuchte, ob Lebensstilverhalten nach dem Eingriff die Ergebnisse beeinflussen könnte.

Die Forscher analysierten Daten von 163 Erwachsenen, die sich einer Katheterablation unterzogen hatten, und verfolgten sowohl ihre körperliche Aktivität mithilfe von Wearables als auch ihre Herzrhythmusergebnisse im Laufe der Zeit.

Wichtigste Erkenntnisse:

  • Bei Patienten, die mindestens 90 Minuten mäßige körperliche Aktivität (wie von der American Heart Association empfohlen) pro Woche absolvierten, einschließlich zügigem Gehen, Radfahren, Schwimmen oder Gartenarbeit, war die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Vorhofflimmerns deutlich geringer.
  • Nach Berücksichtigung von Alter, Medikamenten, Herzstruktur und anderen klinischen Faktoren war mäßiges wöchentliches Training mit einem um fast 50 % geringeren Risiko eines erneuten Vorhofflimmerns verbunden.
  • Die Forscher stellten fest, dass bereits 15 Minuten Aktivität an den meisten Tagen der Woche den mit besseren Ergebnissen verbundenen Schwellenwert erreichten.

„Bei vielen Patienten wirft die Genesung nach der Ablation die Frage auf, was sie über Medikamente oder Verfahren hinaus tun können, um die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Vorhofflimmerns zu verringern“, sagte Garg. „Diese Studie legt nahe, dass körperliche Aktivität die Dauerhaftigkeit der AF-Behandlung direkt unterstützen kann.“

Die Forscher stellten außerdem fest, dass regelmäßige körperliche Aktivität mit einer besseren Blutdruckkontrolle, verbessertem Schlaf, verbesserter Stimmung und Gewichtskontrolle verbunden ist, die alle bekanntermaßen zur Stabilität des Herzrhythmus beitragen.

„Sport sollte Teil des Gesprächs nach der Ablation sein“, sagte Garg. „Es ist eine der wenigen Interventionen, die Patienten selbst kontrollieren können und die ihre langfristige Genesung erheblich beeinflussen können.“

Die Autoren der Studie betonten, dass Patienten immer ihren Arzt konsultieren sollten, bevor sie ein Trainingsprogramm beginnen oder ändern, insbesondere nach einer Herzoperation.


Quellen:

Journal reference:

Nabrzyski, R. J., et al. (2026). Impact of physical activity on atrial fibrillation recurrence following catheter ablation. Journal of Interventional Cardiac Electrophysiology. DOI: 10.1007/s10840-025-02230-5. https://link.springer.com/epdf/10.1007/s10840-025-02230-5