Ankündigung einer neuen Artikelveröffentlichung in BIO Integration
Nach Berichten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben parasitäre Infektionen erheblichen Einfluss auf die Weltbevölkerung und sind verantwortlich für mehr als 16 Millionen Todesfälle pro Jahr in Entwicklungsländern.
Was sind parasitäre Infektionen?
Parasitische Infektionen werden durch Organismen verursacht, die im Körper eines Wirts leben und sich von diesem ernähren. Diese Krankheiten können schwerwiegende gesundheitliche Probleme verursachen, besonders in Ländern mit eingeschränktem Zugang zu medizinischer Versorgung.
Trichomoniasis, Giardiasis, Kryptosporidiose und Toxoplasmose sind die häufigsten parasitären Infektionen bei Menschen. Sie werden mit Anthelminthika und Antibiotika behandelt, die synergistische Effekte erzielen. Das Schlüssel-Anthelminthikum Albendazol (ABZ) hat jedoch den Nachteil einer schlechten Löslichkeit. Anthelminthika gehören zur biopharmazeutischen Klassifikationssystem (BCS) Klasse II und werden daher über herkömmliche Ansätze sowie neuartige Nanomedizin-Techniken verabreicht, um ihre biopharmazeutischen Eigenschaften und therapeutische Wirksamkeit zu verbessern.
Was sind Anthelminthika?
Anthelminthika sind Medikamente, die zur Behandlung von Wurminfektionen eingesetzt werden. Da sie oft schlecht im Körper aufgenommen werden, ist es wichtig, neue Methoden zur Verbesserung ihrer Wirksamkeit zu finden.
Diese Übersicht hat die Literatur über Anthelminthika mit bemerkenswerten Vorteilen untersucht. Da die Entwicklung von ABZ mit seiner Umnutzung als Antikrebsmittel zeitgleich stattfand, behandelt die Übersichtsarbeit auch die Neupositionierung von ABZ zur Behandlung verschiedener Krebsarten, einschließlich Darmkrebs, Gehirntumoren, bösartigem Melanom und Brustkrebs.
Was bedeutet die Umnutzung von Medikamenten?
Die Umnutzung von Medikamenten bezieht sich auf den Prozess, bei dem ein bestehendes Medikament für eine andere Krankheit als die ursprünglich beabsichtigte Anwendung eingesetzt wird. Dies kann helfen, neue Behandlungsmöglichkeiten zu finden, ohne dass neue Medikamente von Grund auf entwickelt werden müssen.
Quellen:
Virlley, S., et al. (2026) Drug Delivery and Repurposing Approaches for Albendazole Formulations. BIO Integration. DOI: 10.15212/bioi-2025-0045. https://www.scienceopen.com/hosted-document?doi=10.15212/bioi-2025-0045