Erste Herztransplantation vom Schwein zum Menschen verändert die elektrischen Signale des Herzens

*Wichtiger Hinweis: Aussagen und Schlussfolgerungen von Studien, die auf wissenschaftlichen Tagungen der American Heart Association präsentiert werden, sind ausschließlich die der Studienautoren und spiegeln nicht unbedingt die Politik oder Position der Association wider. Der Verband gibt keine Zusicherungen oder Garantien hinsichtlich ihrer Genauigkeit oder Zuverlässigkeit. Abstracts, die auf den wissenschaftlichen Tagungen der Vereinigung präsentiert werden, werden nicht von Experten begutachtet, sondern von unabhängigen Gutachtergremien kuratiert und auf der Grundlage des Potenzials berücksichtigt, die Vielfalt der auf der Tagung diskutierten wissenschaftlichen Themen und Ansichten zu erweitern. Die Ergebnisse gelten als vorläufig, bis sie als vollständiges Manuskript in einer von Experten begutachteten wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlicht werden.
Eine aktuelle Studie, die auf der vorgestellt werden soll Wissenschaftliche Sitzungen der American Heart Association (AHA) 2022* enthüllte unerwartete Veränderungen im elektrischen Erregungsleitungssystem des ersten genetisch modifizierten Xenotransplantats vom Schwein zum Menschen.
Xenotransplantation ist das Verfahren der Transplantation/Implantation von Organen aus nichtmenschlichen tierischen Quellen in einen Menschen. Das erste Xenotransplantat vom Schwein zum Menschenherz wurde im Januar 2022 an der University of Maryland transplantiert. Der Empfänger überlebte 61 Tage nach Erhalt des Fremdtransplantats. Für diese Xenotransplantation gibt es seit über drei Jahrzehnten Forschungsanstrengungen.
Die Ernte gentechnisch veränderter Schweineherzen, deren Gene für eine sichere Transplantation in den Menschen verändert wurden, würde bei Erfolg Realität werden. Die Xenotransplantation von Organen in einen Menschen bringt jedoch mehrere inhärente Herausforderungen mit sich. Bei diesen Transplantationsverfahren besteht immer das Risiko einer Transplantatabstoßung, Infektion und Herzrhythmusstörungen.
Lernen: EKG-Aussehen und Entwicklung der Basis-EKG-Eigenschaften in der weltweit ersten genetisch modifizierten Schweine-zu-Mensch-Xenotransplantation („Schweineherz im menschlichen Körper“). Bildrechte: American Heart Association
Die Studie und Ergebnisse
In der vorliegenden Studie führten die Forscher ein 12-Kanal-Elektrokardiogramm (EKG) während der postoperativen Phase des Patienten durch, der sich der ersten Herztransplantation vom Schwein zum Menschen unterzogen hatte. Die EKG-Daten wurden jeden Tag nach der Xenotransplantation erhalten. Die Forscher überprüften die folgenden EKG-Maßnahmen: PR-Intervall, QRS-Komplex und QT-Intervall.
Die EKG-Parameter der „akzeptierten Schweineherztransplantation im ‚Schweinekörper‘“ zeigen kurze PR- (50 bis 10 Millisekunden, ms) und QT- (260 bis 380 ms) Intervalle und kurze QRS (70 bis 90 ms). Das erste EKG der Fremdherztransplantation vom Schwein zum Menschen zeigte jedoch ein relativ längeres PR-Intervall von 190 ms, ein QT-Intervall von 538 ms und eine QRS-Dauer von 138 ms.
Verlängerte intrinsische PR-Intervalle waren in der postoperativen Phase mit 210 ms stabil. Am 12. Tag nach der Transplantation (PR-Intervall: 380 ms) gab es Hinweise auf eine dekrementelle Verzögerung der intraatrialen Überleitung. Die QRS-Dauer war verlängert, aber im postoperativen Verlauf verkürzt. Hohe QT-Intervalle (509 ms) blieben mit dynamischen Schwankungen bestehen, wobei die niedrigsten (428 ms) am 14. Tag nach der Transplantation auftraten.
Schlussfolgerungen
Das EKG des Schwein-zu-Mensch-Xenotransplantats zeigte eine Verlängerung der typischen EKG-Maßnahmen beim Spender, die Änderungen in der Depolarisation und Repolarisation einschlossen. Es war eine neue Erkenntnis, dass das Schweineherz beim Menschen im Vergleich zu den üblicherweise beobachteten Befunden für native Schweineherzen andere EKG-Parameter zeigte.
Die verlängerten EKG-Parameter blieben bestehen und zeigten dynamische Veränderungen in der postoperativen Phase. Dies sind die ersten Einblicke in das sich entwickelnde neuartige Feld der Xenotransplantate, die neben den postoperativen und medikamentenassoziierten Veränderungen auf das komplexe Zusammenspiel von Schweine-Denervation und Interspezies-Physiologie hinweisen.
*Wichtiger Hinweis: Aussagen und Schlussfolgerungen von Studien, die auf wissenschaftlichen Tagungen der American Heart Association präsentiert werden, sind ausschließlich die der Studienautoren und spiegeln nicht unbedingt die Politik oder Position der Association wider. Der Verband gibt keine Zusicherungen oder Garantien hinsichtlich ihrer Genauigkeit oder Zuverlässigkeit. Abstracts, die auf den wissenschaftlichen Tagungen der Vereinigung präsentiert werden, werden nicht von Experten begutachtet, sondern von unabhängigen Gutachtergremien kuratiert und auf der Grundlage des Potenzials berücksichtigt, die Vielfalt der auf der Tagung diskutierten wissenschaftlichen Themen und Ansichten zu erweitern. Die Ergebnisse gelten als vorläufig, bis sie als vollständiges Manuskript in einer von Experten begutachteten wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlicht werden.
Referenz:
- Vorläufiger wissenschaftlicher Bericht.
Aussehen und Entwicklung von EKG-Ausgangswerten in der weltweit ersten genetisch veränderten Xenotransplantation vom Schwein zum Menschen („Schweineherz im menschlichen Körper“), Calvin Kagan, Richard Sandeep Amara Muhammad Haq, Muhammad Mohiuddin, Susie N Hong-Zohlman , Manjula Ananthram, Charles C. Hong, Vincent Y. See, Stephen Shorofsky, Bartley Griffith, Timm Dickfeld, https://www.abstractsonline.com/pp8/?_ga=2.88375449.302185636.1662665149-988796826.1632509470#!/10611/presentation/10982
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