Zombie-Hirsch-Krankheit: Übertragung auf Menschen? Neue Forschungsergebnisse in den USA

Die „Chronic Wasting Disease“ breitet sich in Nordamerika aus und befällt Hirsche, indem sie ihre Gehirne zersetzt. Dies führt dazu, dass die betroffenen Tiere apathisch und desorientiert wirken, was dazu geführt hat, dass die Krankheit auch als „Zombie-Hirsch-Krankheit“ bezeichnet wird. Lange Zeit wurde angenommen, dass das Virus nicht auf Menschen übertragbar ist.
Eine Studie, veröffentlicht im „Neurology Journal“, deutet jedoch darauf hin, dass sich möglicherweise das Virus auf Menschen übertragen kann. Berichten zufolge sind in den USA zwei Menschen an der CWD gestorben. Ein Fall aus dem Jahr 2022, in dem ein 72-jähriger Jäger nach dem Verzehr von infiziertem Hirschfleisch Symptome wie Verwirrtheit und Aggressivität zeigte und kurz darauf verstarb, wird in dem Artikel beschrieben. Sein Freund, der ebenfalls von dem Fleisch gegessen hatte, starb zu einem späteren Zeitpunkt.
Die Autoren der Studie empfehlen weitere Forschungen, da es möglich ist, dass die beiden Todesfälle auf eine CWD-ähnliche Krankheit zurückzuführen sind, die bereits beim Menschen bekannt ist. Es wird jedoch betont, dass die „Zombie-Hirsch-Krankheit“ bisher weder bei Menschen noch bei Hirschen in Deutschland aufgetreten ist. Dies lässt Experten und Behörden aufhorchen, um das Risiko einer möglichen Übertragung auf den Menschen genauestens zu überwachen.