Neue Studie untersucht Auswirkungen des Medicare Prescription Payment Plans (M3P) für Krebspatienten

Eine neue Studie untersucht, wie sich der Medicare Prescription Payment Plan (M3P) auswirken könnte. Dieser Plan, der 2025 unter dem Inflation Reduction Act eingeführt wird, ermöglicht es den Begünstigten, die Eigenkosten (OOP) über das Kalenderjahr zu verteilen. Zielgruppe sind Medicare Part D-Begünstigte mit Krebs, die mit hohen Eigenkosten für verschreibungspflichtige Medikamente konfrontiert sind.

Hintergrund

Viele Krebspatienten, die in Teil D eingeschrieben sind, haben zu Beginn des Jahres hohe Eigenkosten in Höhe von mehreren tausend Dollar. Diese Zahlungen führen schnell dazu, dass sie die „katastrophale Deckungsgrenze“ erreichen, nach der die Kostenbeteiligung auf null sinkt. Für Patienten mit festem oder begrenztem Einkommen können diese hohen Vorauszahlungen untragbar sein, was zu Verzögerungen bei der Behandlung, Nichtadhärenz bei Medikamenten, finanziellen Schwierigkeiten und schlechteren gesundheitlichen Ergebnissen führen kann.

Studienergebnisse

Die Forscher analysierten Daten aus den Medicare-2022-Anträgen einer nationalen Stichprobe von Krebspatienten. Sie untersuchten, wann die Patienten typischerweise die katastrophale Obergrenze erreichen und modellierten, wie der M3P die Zahlungsabläufe verändern könnte. Die Analyse ergab, dass fast die Hälfte der Medicare Part D-Begünstigten mit Krebs voraussichtlich die jährliche Eigenkostenobergrenze erreichen wird, wobei etwa ein Drittel dies bereits im Januar 2025 tut. Aktuell führen diese Strukturen zu hohen Anfangskosten. Die Einschreibung in den M3P, der es ermöglicht, die Eigenkosten gleichmäßig über das Jahr zu verteilen, könnte die monatlichen Zahlungsunterschiede erheblich reduzieren, insbesondere für diejenigen, die frühzeitig die katastrophale Deckung erreichen. Das könnte helfen, die Kostenbedingte Nichtadhärenz zu mildern.

Wichtige Erkenntnisse

Ein wichtiger Punkt der Studie ist, dass das Bewusstsein und die Teilnahme am M3P sehr gering sind, was die möglichen Vorteile einschränkt. Die Zentren für Medicare und Medicaid-Dienste (CMS) schätzen, dass 2,4 Millionen (6 %) der Part D-Begünstigten von einer Einschreibung in den M3P profitieren könnten. Aryana Sepassi, PharmD, MAS, Assistenzprofessorin für klinische Pharmazie an der University of California San Diego Skaggs School of Pharmacy and Pharmaceutical Sciences, und ihre Kollegen kamen zu dem Schluss, dass eine automatische Teilnahme am Programm, anstatt einer opt-in-Option, die Auswirkungen erheblich erweitern, die finanzielle Belastung für gefährdete Patienten reduzieren und eine konsequentere Befolgung lebenswichtiger Krebstherapien unterstützen könnte.

Die Studie wurde am 15. Januar 2026 im Journal of Clinical Oncology veröffentlicht.

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Quellen:

Journal reference:

Sepassi, A., et al. (2026). Potential Impact of the Medicare Prescription Payment Plan for Medicare Part D Beneficiaries With a Cancer Diagnosis. Journal of Clinical Oncology. doi: 10.1200/jco-25-01788. https://ascopubs.org/doi/10.1200/JCO-25-01788