Neuer Biomarker für Alzheimer: Frühes Warnzeichen in Gehirnaktivität entdeckt

Um Alzheimer frühzeitig zu erkennen, suchen Forscher nach Anzeichen, die eine beginnende Erkrankung anzeigen könnten. Eine aktuelle Studie legt nahe, dass erhöhte Aktivitäten in spezifischen Teilen des Gehirns ein erstes Warnsignal darstellen könnten, lange bevor klassische Symptome auftreten. Häufig bleibt Alzheimer lange Zeit unentdeckt, was die Behandlung erschwert. Die Forschung konzentriert sich verstärkt darauf, die Ursachen zu verstehen. Ein US-amerikanisches Forscherteam entdeckte in einer Tierstudie „Biomarker“ für Alzheimer.
Typische kognitive Verluste und Gedächtnislücken treten erst im späteren Verlauf der Erkrankung auf. Jedoch deuten erste Anzeichen, wie Verhaltensänderungen, darauf hin, dass sich die Alzheimer-Krankheit bereits früh abzeichnet. Die neuesten Erkenntnisse könnten dazu beitragen, das Krankheitsbild besser zu verstehen, obwohl sie noch nicht unmittelbar in der klinischen Praxis genutzt werden.
Studien zeigen, dass Patienten mit einem hohen Alzheimer-Risiko in frühen Entwicklungsstadien der Erkrankung eine Zunahme der Gehirnaktivität aufweisen. Eine Anomalie in der neuronalen Aktivität könnte darauf hinweisen, dass etwas im Gehirn nicht stimmt. Experimente an Mäusen zeigten, dass ein bestimmtes Protein (PSD-95) im Zusammenhang mit erhöhter Aktivität in den neuronalen Verbindungen steht und möglicherweise ein früher Indikator für die Alzheimer-Krankheit ist.
Die Forschung sieht in PSD-95 möglicherweise einen neuen Ansatzpunkt für die Früherkennung und mögliche Verlangsamung des Krankheitsverlaufs bei Alzheimer. Während die Implementierung dieser Erkenntnisse noch Zeit in Anspruch nehmen wird, könnten sie einen wichtigen Schritt in Richtung gezielterer und effektiverer Behandlungsansätze darstellen.