Die Studie zeigt wichtige genetische Hinweise für das Fortschreiten von Prostatakrebs

Eine kürzlich veröffentlichte Studie in der Zeitschrift für Krebsforschung und klinische Onkologie Erforschte genetische Prädiktoren für das Fortschreiten von Prostatakrebs, um die klinischen Ergebnisse zu identifizieren. Die Studie wurde von Forschern des D’Or Institute for Research and Education (IDOR), der Universität von São Paulo (USP) und dem São Paulo Cancer Institute (ICEP) durchgeführt und konzentrierte sich auf die Rolle des Androgenrezeptors (AR), seiner Variante AR-V7 und der P160-Familie.
Prostatakrebs: eine komplexe und tödliche Krankheit
Prostatakrebs ist eine der führenden Todesursachen bei Männern und fordert täglich mehr als 40 Menschenleben in Brasilien. Eine der größten Herausforderungen besteht darin, vorherzusagen, welche Fälle aggressiver werden, da die Krankheit zwischen Individuen stark variiert. Um genetische Hinweise aufzudecken, die beim frühen Nachweis von Fällen mit hohem Risiko helfen könnten, konzentrierten sich die Forscher auf bestimmte Gene, die häufig mit dem Fortschreiten von Prostatakrebs verbunden sind.
Untersuchung wichtiger Gene
Die Studie analysierte fünf Schlüsselgene:
AR (Androgenrezeptor) – spielt eine entscheidende Rolle bei männlichen Merkmalen und Prostatakrebs -Progressionen.
AR-V7 (eine Variante von AR)-verbunden mit kastrationsresistenten Prostatakrebs (CRPC), die trotz Androgen-Suppressing-Behandlungen weiter fortschreitet.
P160-Genfamilie (SRC-1, SRC-2 und SRC-3)-Co-Aktivatoren von AR, die die Krebs-Aggressivität beeinflussen.
Die Forschung umfasste zwischen 1994 und 2012 155 Patienten, bei denen eine radikale Prostatektomie (Prostataentfernung) sowie Gewebeproben von 11 gesunden Personen als Kontrollgruppe durchgeführt wurden. Unter Verwendung von QPCR, einer Technik, die DNA oder RNA verstärkt und quantifiziert, haben die Wissenschaftler die Genexpressionsniveaus in den gesammelten Gewebeproben gemessen. Ihr Ziel war es, die Beziehung zwischen genetischen Profilen und klinischen Merkmalen wie dem Wiederauftreten von Krebs und dem Fortschreiten der CRPC zu untersuchen.
Verknüpfung der Genexpression mit klinischen Ergebnissen
Die Ergebnisse zeigten, dass alle analysierten Gene mit Ausnahme von SRC-1 bei Krebspatienten im Vergleich zur Kontrollgruppe höhere Aktivierungsniveaus aufwiesen. Während SRC-1 keine statistische Signifikanz erreichte, war seine durchschnittliche Expression bei Krebspatienten immer noch höher, und die Studie deutete auf ihre Relevanz für das Fortschreiten des metastasierten Krebses hin, was ein gewisses Potenzial als prognostischer Faktor anzeigt.
Ein weiterer wichtiger Befund war, dass die AR-Genexpression nicht direkt mit der Expression seiner Hilfsgene (SRC-1, SRC-2 und SRC-3) oder AR-V7 verbunden war. AR-V7 war jedoch stark mit den Genen der p160-Familie assoziiert, was darauf hindeutet, dass die Fähigkeit von AR-V7, Prostatakrebszellen zu helfen, die Hormontherapie zu widerstehen, von diesen Hilfsgenen abhängt, insbesondere SRC-3.
Darüber hinaus waren SRC-2 und SRC-3 signifikant mit einem Prostatakrebs mit hohem Risiko verbunden, während eine übermäßige AR-Aktivierung mit einem 73,2% höheren Risiko für ein frühzeitiges Rezidiv in Verbindung gebracht wurde. Die AR-V7-Expression zeigte auch einen Anstieg des frühen Rezidivrisikos um 62,1%. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Androgen -Signalübertragung für das Wiederauftreten von Prostatakrebs und die Tumorentwicklung.
Die Studie legt nahe, dass diese Gene als potenzielle prognostische Biomarker für Prostatakrebs dienen könnten. Während SRC-1 in metastasierten Fällen eine deutliche Aktivierung zeigte, hatten SRC-2 und SRC-3 Expressionsänderungen, die dazu beitragen können, aggressivere Malignitäten zu identifizieren.
Die Autoren betonen, dass diese Korrelationen weitere Untersuchungen erfordern, insbesondere den Zusammenhang zwischen SRC-3 und AR-V7, was tiefere Einblicke in die Rolle von P160-Familienproteinen in der CRPC-Entwicklung liefern könnte. Diese vielversprechenden Ergebnisse ebnen den Weg für zukünftige Studien zur Rolle von androgenbezogenen Genen bei Prostatakrebsprognose, was zu Fortschritten bei personalisierten Behandlungsansätzen für die Krankheit beiträgt.
Quellen:
Pimenta, R., et al. (2024). Evaluation of AR, AR-V7, and p160 family as biomarkers for prostate cancer: insights into the clinical significance and disease progression. Journal of Cancer Research and Clinical Oncology. doi.org/10.1007/s00432-023-05598-x.